ABF- Treffen in Berlin 15. - 17.09. 2006


Fotos Marian

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Es gab kein Begrüßungsgeld mehr in Westberlin, wir kamen 17 Jahre zu spät. Wir versuchten hier noch schnell unsere FDJ-Hemden, Armee-Trainingsanzüge und Abzeichen für gutes Wissen an Japanische Touristen loszuwerden, aber die Preise waren im Keller.
Sieht aus wie die entkernte Kugel des Berliner Fernsehturms ist aber der Reichstag mit verspiegelter Kuppel und tonnenschwerer Spindel
Hier steigt nach der Wahl des Kanzlers immer der weiße Rauch empor.
Die Gedenksteine zur Judenverfolgung im Dritten Reich
Das Gelände ist wellig, die Steine unterschiedlich groß.
Der große Organisator, mal ganz privat.
Susen suchte im Stadtplan immer noch nach der Marx-Engels-Allee und dem Leninprospekt. Rainer vermittelte ihr die neue Orientierung
An Hans -Jürgen Balasz schieden sich die Geister. Der Finanzberater aus dem Vogtländischen mit ungarischem Pass galt einmal als große Hoffnung für eine gelungene Integration und Musterkandidat für den zweiten Bildungsweg. Für andere hat er die Interessen der Sozialistischen Internationale verraten und kommt hier ohne akademische Bildung als Geschäftsmann mit Anwesen im Ungarischen Weindreieck und dicker Limusine vorgefahren. Für dritte ist er nur ein gelungenes Double für Achim Menzel, der von O. Kalkofe mal als "Mischung zwischen Tony Marschall und einem überfahrenem Hamster" bezeichnet wurde.
Hier erklärt uns Anja den Unterschied zwischen dem Französischen und dem Nichtfranzösischen Dom.
Gut gestärkt und mit kleiner Schlagseite verbrachte uns Reiner zur Schiffsanlegestelle. Hoffentlich war heute kein Wellengang.
Der Rettungsring nützte nichts mehr. Der Palast der Republik ist endgültig untergegangen.
Fast wie in Freiberg, nur bunter. So stimmungsvoll wurden die ABF-Absolventen im Bölschen Hof im befreiten Berlin begrüßt. Die Wimpel hatten wir an der ABF im Staatsbürgerkunde-Unterricht unter Zwangsandrohung für die Paraden in Berlin basteln müssen.
Hier endet unser Abstecher in die nostalgische Sphäre des Ernst Thälmann Heimes in Freiberg. Die Großkonzerne haben jetzt die Herrschaft übernommen. Das Proletariat führt nur noch eine Schattenrolle.
Ein wehmütiger Blick zurück. Uns hatte es gut in Berlin gefallen. Danke Anja und Rainer.